MBO vs. MBI vs. LBO — die drei wichtigsten Übernahmestrukturen im Mittelstand

MBO steht für Management-Buy-Out: das bestehende Management übernimmt das Unternehmen. MBI steht für Management-Buy-In: externe Manager übernehmen. LBO steht für Leveraged Buy-Out: die Übernahme wird mit hohem Fremdkapitalanteil finanziert. MBO und MBI beschreiben, WER kauft. LBO beschreibt, WIE finanziert wird. Die Begriffe schließen sich nicht aus — die meisten MBOs im Mittelstand sind zugleich LBOs.

Schnellvergleich in einer Tabelle

MerkmalMBOMBILBO
Wer kauft?Bestehendes ManagementExternes ManagementBeliebig (PE, Management, Stratege)
ÜbergangsrisikoSehr niedrigMittel bis hochSituationsabhängig
Typisches EK des Käufers10–20 %15–25 %15–40 %
Fremdkapitalanteil60–80 %60–75 %60–80 % (per Definition hoch)
Verkäuferdarlehen üblich?Sehr häufig (15–25 %)Häufig (10–20 %)Optional
Mezzanine üblich?Häufig (10–20 %)Häufig (10–20 %)Standard (10–25 %)
Dauer bis Closing9–14 Monate12–18 Monate6–12 Monate
Typischer Kaufpreis-Multiple4–7x EBITDA4–6x EBITDA5–9x EBITDA

MBO — Management-Buy-Out im Detail

Bei einem Management-Buy-Out übernimmt das bestehende Managementteam die Anteile vom Alt-Gesellschafter. Die Manager kennen jeden Kunden, jeden Lieferanten, jede Anlage — kurzum: sie tragen das geringste Übergaberisiko aller externen Optionen.

Wann ist ein MBO die richtige Struktur?

Typische Finanzierungsstruktur

MBI — Management-Buy-In im Detail

Beim Management-Buy-In übernimmt ein externes Managementteam — oft aus derselben Branche oder aus einem größeren Konzern. Der Käufer bringt frische Perspektive und externe Expertise, kennt aber das Zielunternehmen (noch) nicht.

Wann ist ein MBI die richtige Struktur?

Herausforderungen beim MBI

LBO — Leveraged Buy-Out im Detail

Ein Leveraged Buy-Out ist definitorisch eine Übernahme mit hohem Fremdkapitalanteil (typisch 60–80 %). LBO beschreibt keine Käufergruppe, sondern die Finanzierungsstruktur. Ein LBO kann von einem Management (MBO als LBO), einem PE-Fonds, einem Family Office oder einem Strategen umgesetzt werden.

Warum LBO im Mittelstand?

Voraussetzungen für einen erfolgreichen LBO

Wichtigste Unterscheidung: MBO/MBI vs. LBO sind keine Alternativen

Ein häufiges Missverständnis: MBO und LBO seien Alternativen. Das ist falsch. MBO bezeichnet, wer kauft (das Management). LBO bezeichnet, wie finanziert wird (mit Hebel). In der Praxis sind die meisten MBOs im Mittelstand zugleich LBOs — sie werden mit 60–80 % Fremdkapital finanziert, weil das Management nicht die vollen 100 % Eigenkapital aufbringen kann.

Praxisbeispiel: MBO als LBO strukturiert

Ein Beispielfall aus einem realen ORBITON-Mandat (anonymisiert, siehe Case Studies):

Ergebnis: ein klassischer MBO, strukturell als LBO umgesetzt. Beide Bezeichnungen treffen zu.

Wie ORBITON MBO/MBI/LBO im Mittelstand strukturiert

ORBITON Holding GmbH begleitet MBO/MBI/LBO-Transaktionen im deutschen Mittelstand mit Transaktionsvolumen zwischen 1 und 50 Mio EUR. Unsere Leistungen umfassen:

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen MBO und MBI?

Bei MBO übernimmt das bestehende Management, bei MBI ein externes Management. MBO hat niedriges Übergangsrisiko, MBI bringt frische Perspektive.

Was ist der Unterschied zwischen MBO und LBO?

MBO bezeichnet den Käufer (das Management), LBO die Finanzierungsstruktur (hoher Fremdkapitalanteil). Ein MBO kann als LBO strukturiert sein.

Wann macht ein LBO Sinn?

Bei stabilen Cashflows, geringer Zyklizität und ausreichenden Sicherheiten. Der Hebel steigert die Eigenkapitalrendite bei erfolgreicher Fortführung deutlich.

Kontakt für Ihre MBO/MBI/LBO-Strukturierung

ORBITON Holding GmbH · Andreas Fischer, CEO
E-Mail: af@orbiton.de · Telefon: +49 151 46455384

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